Fragen an den Bürgermeisterkandidaten

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Die Gifhorner Rundschau hat unseren Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Gifhorn Dr. Stefan Armbrecht befragt. Hier können Sie seine Antworten nachlesen.

Geburtsdatum: 16.08.1961
Familienstand: verheiratet, zwei Töchter
Beruf: Tierarzt
Ehrenämter: Mitglied im Kreistag und im Stadtrat, Mitglied in mehreren Ausschüssen und kommunalen Eigengesellschaften, Mitglied in der Vertreterversammlung einer pharmazeutischen Genossenschaft
Hobbys: Familie, Schützensport, Politik, Oldtimer, Jagd

 

Braucht die Stadt Gifhorn eine Integrierte Gesamtschule?

Ob die Stadt GF eine IGS benötigt, werden die Eltern in Stadt und Landkreis entscheiden. Die Chance eine IGS schon jetzt im Stadtgebiet zu haben, wurde in der Vergangenheit verspielt, heute steht sie in der Sassenburg. Der Bedarf für eine zweite IGS im Kreisgebiet wird durch die Schulentwicklungsplanung aufgezeigt werden. Ende diesen Jahres sind wir schlauer. Ob eine zweite IGS für den Landkreis finanzierbar sein wird, beurteile ich eher als fraglich.

 

Wie sollte das bisherige Klinikareal künftig genutzt werden?

Über die Nutzung des bisherigen Klinikareals machen sich zur Zeit Fachleute Gedanken. Das hier kein Meinungschnellschuß angesagt sein darf, sondern viele Einzelfaktoren geprüft und bewertet werden müssen, liegt auf der Hand.


Mit welcher Summe ist die jeweilige Obergrenze des Defizits für Stadthalle und Allerwelle erreicht?

Das hängt selbstverständlich vom Gesamthaushalt der Stadt, den zukünftigen Einnahmen und Ausgaben ab, die zur Zeit keiner vorhersagen kann. Zur Zeit leben wir weit über unsere Verhältnisse.


Kann die Stadt wie Nachbarstädte kostenlose Kindergartenplätze anbieten?

Auch dies wird von der künftigen Haushaltssituation abhängen. Zur Zeit kann die Stadt dieses aus meiner Sicht aus Verantwortung vor kommenden Generationen nicht.

 

Wo sehen Sie Einsparpotential im städtischen Etat?

Einsparpotential kann es naturgemäß nur bei den freiwilligen Leistungen geben. Hier wird es die Kunst sein, politisch verantwortungsvoll gemeinsam Wege zu finden, um Einsparungen zu erzielen und z.B. Mehrfachförderungen zu vermeiden. Der Lobbyismus in diesem Bereich macht die Sache hier nicht einfach.

 

Nennen Sie drei Ihrer politischen Schwerpunkte bzw. Ziele

Schuldenreduzierung, mehr Teilhabe der Bevölkerung durch Bürgerbefragungen z.B. zu Bauvorhaben, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Nachbarkommunen.

 

Lassen Sie einmal Ihre Phantasie schweifen: Wie sähe Gifhorn aus, wenn Sie alles nach Ihrem Willen gestalten könnten?

 

Gifhorn wäre eine schuldenfreie Stadt, die ihren Einwohnern alle Produkte der Daseinsvorsorge sicher, preiswert und von hoher Qualität bietet. die Bewohner genießen eine hohe Lebensqualität durch ein hohes infrastrukturelles Angebot insbesondere für Kinder und Senioren und einen hohen Anteil von Grünflächen im innerstädtischen Bereich.


Welchen Teil werden Sie als gewählter Bürgermeister verwirklichen?

Da ich das Primat der Politik zu beachten hätte, wären hier vollmundige Versprechungen unredlich. Für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt ist ein Schuldenabbau und eine hohe Qualität bei den Kernaufgaben der Daseinsvorsorge unentbehrlich.


Wie viele Stunden in der Woche wollen Sie als Bürgermeister arbeiten?

Da Leistung sich durch Arbeit pro Zeiteinheit definiert ist eine hohe Stundenzahl nicht zwangsläufig ein Qualitätsmerkmal. Der Arbeitsaufwand wird sich weniger durch Wollen, als durch die anfallenden Aufgaben definieren, die in jedem Fall zu meistern sind. 40 Std. werden sicherlich das Minimum sein.

 

Wie viele Stunden in der Woche wollen Sie Ihrer Frau/Ihrem Mann einräumen?

In manchen Positionen, wie die des Bürgermeisters, ist das Dogma  "die Arbeit geht vor" sicherlich nicht unüblich. Meine Frau und die Familie sind selbstbewußt genug ihr Recht einzufordern, eine Stechuhr über meine Anwesenheit wird von ihnen zumindest bislang nicht geführt.

 

Können Sie Kritik vertragen?

Kann ich gar nicht genug von haben, man kann ja nur davon lernen.

 

Welches sind Ihre persönlichen Tugenden?

Da müssen sie Andere fragen.

 

Haben Sie noch Vorlieben außer der Politik?

Aber natürlich. die Politik hat nicht den größten Stellenwert in meinem Leben, nichtsdestotrotz fasziniert mich die Verantwortung und die Tragweite des Handelns in diesem Bereich.

 

Welche Bücher haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten gelesen?

Ein Buch pro Woche werde ich sicherlich lesen, habe ich aber noch nie gezählt. Die letzten Titel waren Böhmischer Nebel von Friedrich Herold, Curia von Oscar Caplan und ein medizinisches Fachbuch.


Welche Musik hören Sie nach einem nervigen Tag?

Keine, da will ich meine Ruhe.


An welchem Ort sind sie am liebsten?

In der Natur oder am offenen Feuer mit Familie und/oder guten Freunden.

 

Wann würden Sie für sich sagen: Ich bin zufrieden?

Wenn etwas wie geplant funktioniert; das Zufriedenheitsgefühl hält leider meist nur nicht lange an.


Wer sind Ihre Vorbilder?

Viele Menschen in meiner Umwelt, historisch vielleicht am ehesten Martin Luther.

 

Haben Sie eine Vision oder Utopie?

Für Gedanken über Utopien fehlt mir leider meist die Zeit, bei Visionen geh ich zum Arzt.

 

Worüber können Sie lachen?

Am meisten über Dönecken und Schnurrpfeifereien.

 

Wen ertragen Sie nur mit Humor?

Aufgeblasene Wichtigtuer.


Haben Sie noch Freunde?

Das bilde ich mir zumindest ein.


Warum soll man ausgerechnet Sie wählen?

Wählen wird man mich sicherlich nur, wenn man meint ich könnte die gestellten Aufgaben besser erfüllen als meine Mitbewerber.

 

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